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HERRENMODE AUF DER HOCHZEIT

 

Anzug, Krawatte und fertig? Ganz so leicht ist es leider nicht. Egal, ob es uns gefällt: Beim Thema Heiraten kommt automatisch die Frage nach dem richtigen Outfit auf den Plan. Schließlich will man der Liebsten an diesem Tag eine besondere Ehre erweisen. Gleichzeitig möchte man auch selbst gut aussehen und sich wohlfühlen. Um all das zu erreichen, gibt es hier ein paar Tipps.

 

WIE SCHICK DARF´S SEIN?

 

Wenn Sie der legere Typ sind, ist Smart Casual vielleicht etwas für Sie. Ein klassisch geschnittener Anzug und eine schlichte Krawatte sind hier tatsächlich schon genug. Und ihre männlichen Gäste werden zumindest in guten Stoffhosen, mit guten Schuhen, in Hemd und Jackett erscheinen. Der Dresscode Black Tie hingegen verpflichtet für den Abend zu einem dunklen Smoking mit passender Hose und weißem Hemd. „Tie“ heißt hier nicht etwa Krawatte, sondern Fliege. Dazu können Sie das volle Programm auffahren und in Kummerbund oder Weste und dunklen Lackschuhen einmal den formvollendeten Gentleman herauskehren.

 

Wenn Sie auf der Einladung Cocktail als Dresscode angegeben haben, sind grundsätzlich auch hellere Farben erlaubt. Das gilt auch für das „einfarbige“ Hemd. Die Schuhe sollten dennoch Schwarz sein und mit einer klassischen Krawatte sind Sie gut bedient. Dass Jackett, Hose und auch Hemd einwandfrei gebügelt sein sollen, müssen wir hier ja nicht erwähnen. Und denken Sie daran, dass Sie als Bräutigam den Startschuss für den lockeren Teil des Abends geben. Bevor nicht Sie Ihr Sakko ausziehen, wird es kein anderer der männlichen Gäste (mit Anstand) tun. Aber auch Casual ist auf Hochzeiten immer mehr im Kommen. Sie verzichten auf den Dresscode und gucken einfach, was passiert.

 

GRAU UND BLAU

 

„Grau ist das neue Schwarz“ heißt es in der Modebranche. Und das zu recht, denn Grau ist ebenso gut zu kombinieren wie Schwarz und lässt sich mit verschiedensten Farben ergänzen und auflockern. Darüber hinaus – und jetzt wird es wichtig – passt Grau sehr gut zum weißen oder elfenbeinfarbenen Brautkleid. Hier finden Sie sicher ihren Lieblingston, der Sie am Hochzeitstag ins rechte Licht rückt. Wer es ein wenig ungewöhnlicher mag, ist mit einer weiteren Trendfarbe gut bedient: Blaue Kombinationen gibt es von Pastellblau für die Mutigen über Marine bis hin zu einem seriösen Dunkelblau.

 

SCHMALE SCHNITTE & COOLE ACCESSOIRES

Bei Hochzeitsanzügen sind schmale Silhouetten und körperbetonte Schnitte sehr hoch im Kurs. Zu Ihrem Glück, denn eng anliegende Jacketts und Sakkos setzen Ihre Muskeln perfekt in Szene – da sind bewundernde Blicke garantiert. Auch von der klassischen Krawatte können Sie Abstand nehmen, denn modische Fliegen begeistern auf Hochzeiten aller Stilrichtungen. Sie verleihen dem Outfit des Bräutigams einen sehr festlichen Look. Westen liegen ebenso im Trend und verleihen Ihnen ein wenig mehr Statur.

 

SMOKING UND VINTAGE

Wer gerne als Kavalier der alten Schule daherkommt, ist mit einem Smoking gerade richtig beraten. Er ist und bleibt eben der große Klassiker unter den Hochzeitsanzügen. Der feine Gesellschaftsanzug feiert sein stilvolles Comeback. Aber auch der Trend zu Vintage- und Bohemian-Hochzeiten hält noch an. Wenn Ihre Liebste also Blumenkranz oder romantische Rüschen trägt, müssen Sie ihr im aktuellen Hosenanzug in nichts nachstehen: Mit Stehkragen oder Zierknöpfen verströmen auch Sie einen Hauch Nostalgie.

 

DIE GROSSE HOCHZEITSCHECKLISTE

 

Jede Hochzeit ist einzigartig, genau wie jedes Liebespaar. Sie sollen sie nach Ihren Vorstellungen gestalten und Ihre eigene Persönlichkeit darin erkennbar machen. Diese Checkliste ist also – abgesehen von wirklich wichtigen Punkten wie „Termin beim Standesamt machen“ – eher ein Anker, den Sie nutzen und nach Ihrem Belieben anpassen können.

 

18 MONATE VORHER

 

- Hochzeitsmesse besuchen, um Ideen zu sammeln

 

- Hochzeitstermin festlegen

 

- Vorläufige Gästeliste überlegen

 

- Groben Budgetplan erstellen

 

- „Save-the-Date-Karten“ frühzeitig an wichtige Gästen verschicken

 

- Wie und wo soll geheiratet werden? Standesamt? Kirche? Freie Trauung?

 

- Wo soll gefeiert werden? Preisangebote verschiedener Locations vergleichen

 

12 MONATE VORHER

 

- Angebote von Fotografen, DJs und Cateringfirmen einholen

 

- erste Gedanken zur Hochzeits-Garderobe austauschen

 

- Unterlagen für das Standesamt zusammenstellen

 

- Trauzeugen, Brautjungfern und Blumenkinder auswählen

 

- spätestens jetzt die Location für die Feier reservieren

 

6 – 9 MONATE VORHER

- Hochzeitstermin beim Standesamt anmelden

 

- Hochzeitsfotografen/ -videografen buchen

 

- Text für die Einladungskarten erstellen

 

- Helfer für die Hochzeitsorganisation finden

 

- Flitterwochen buchen und Urlaub einreichen

 

- Band oder DJ für die Feier engagieren

 

- Zeremonienmeister auswählen und informieren

 

- Brautkleid kaufen oder schneidern lassen, Accessoires auswählen

 

- endgültige Gästeliste prüfen

 

- klären, wer zu welchem Teil der Feier eingeladen wird

 

- Einladungskarten, Tischkärtchen etc. in Auftrag geben

 

- Ausweise und Reisepässe für die Flitterwochen prüfen, Impfungen vornehmen lassen

 

4 MONATE VORHER

- Hochzeitsanzug für den Bräutigam auswählen

 

- Einladungskarten verschicken

 

- Hochzeitsfahrzeug (z.B. Kutsche oder Stretchlimo) und Transportmittel für die Gäste buchen

 

- Wunschliste für die Hochzeitsgeschenke zusammenstellen

 

- Gedanken über die Dekoration machen / Luftballons bestellen

 

3 MONATE VORHER

- Trauringe beim Juwelier aussuchen

 

- gemeinsam über einen Ehevertrag sprechen, dann eventuell zum Notar

 

- Ablauf planen und mit Trauzeugen und Brautjungfern ihre Aufgaben besprechen

 

- Hotelzimmer für die Hochzeitsnacht buchen

 

1 – 2 MONATE VORHER

- endgültige Gästeliste anhand der Rückmeldungen aufstellen

 

- Tischordnung austüfteln

 

- Blumenschmuck beim Floristen in Auftrag geben

 

- Übernachtungsmöglichkeiten für anreisende Gäste reservieren

 

- Gestaltung der Hochzeitstorte mit dem Konditor besprechen

 

- Budget im Auge behalten (!)

 

- Feinabstimmung für den Ablauf des Hochzeitstages vornehmen

 

- mit Foto-/Videografen und den Musikern genaue Abfolge durchgehen

 

- Termin für Probestyling beim Friseur oder Visagisten vereinbaren

 

- kleine Gastgeschenke besorgen

 

- Tanzstunden nehmen

 

- der Location die genaue Anzahl der Gäste mitteilen

 

- Ablauf des Essens und die Tischordnung mit dem Personal absprechen

 

- beim Visagisten / Friseur Termine festlegen oder Hausbesuch vereinbaren

 

- Fahrgemeinschaften für den Weg zur Kirche und zur Feier organisieren

 

- Gäste formlos zum Polterabend einladen

 

EINE WOCHE VORHER

- letzte Vorbereitungen für Polterabend treffen, Freunde um Unterstützung bitten

 

- Fahrtstrecken und -zeiten nochmals überprüfen, über Baustellen informieren

 

- Termine bei allen Dienstleistern noch einmal bestätigen lassen

 

EIN TAG VORHER

- spätestens heute Koffer für die Flitterwochen packen

 

- alles wichtige für die Trauung wie Papiere, Ausweise und Ringe bereitlegen (Trauzeugen brauchen auch einen Personalausweis!)

 

- Brauthandtasche mit wichtigen Utensilien wie Haarbürste, Makeup, Deo, Pflaster, etc. füllen

 

- ausreichend Trinkgeld für Blumen- und Geschenkelieferanten bereithalten

 

WENIGE STUNDEN VOHER

- Braut: mit Freundinnen oder Brautjungfern gemeinsam frühstücken, sich stylen und anziehen lassen

 

- Bräutigam: Brautstrauß beim Floristen abholen

 

- beide: Dreimal tiiiief in den Bauch atmen. Das wird!

 

 

EINE HOCHZEITSREDE, DIE SPASS MACHT

 

Die Trauung ist vorbei, das Hochzeitspaar und seine Gäste sitzen in schöner Atmosphäre zum Essen bereit. Jetzt ist die Zeit der Reden gekommen. Für gewöhnlich beginnt der Brautvater, dann folgen der Vater des Bräutigams, ein Trauzeuge und schließlich der Bräutigam selbst. Aber was macht eigentlich eine gute Rede aus? Wir haben die besten Tipps zusammengestellt, um die Gäste zum Lachen und Weinen zu bringen.

 

VORBEREITUNG

 

Je sicherer wir uns einer Sache sind, desto souveräner wirken wir. Also nehmen Sie sich genug Zeit, die Rede in Ruhe vorzubereiten. Dabei hilft es, sie nicht als lästige Pflicht anzusehen, sondern als das, was sie ist: Eine perfekte Plattform, Ihre Gedanken und Gefühle mit den Anwesenden zu teilen.

 

SCHREIBEN

 

Schreiben Sie im erstem Schritt ungefiltert auf, was Sie loswerden möchten. Über wen und was wollen Sie etwas sagen? Im nächsten Schritt können Sie aussortieren: Was ist wirklich wichtig, was kann weggelassen werden? Wenn Sie das getan haben, können Sie Ihrer Rede eine Gliederung geben: Einleitung – Hauptteil – Schluss.

 

Für einen freien Vortrag ist es ideal, wenn Sie möglichst kurze Sätze bilden. Schön ist es auch, wenn Sie das ein oder andere starke Zitat in Ihre Ansprache einflechten. Persönliche Eindrücke und Stimmungen stehen im Vordergrund. Insiderwitze sind erlaubt, sollten aber auf ein Minimum beschränkt werden. Die anderen Gäste fühlen sich sonst schnell gelangweilt und ausgeschlossen.

 

Auf zu private oder peinliche Details darf an dieser Stelle auch ruhig verzichtet werden. Spaß muss sein - aber Romantik und gute Stimmung wollen heute im Vordergrund stehen. Bringen Sie Herzlichkeit und Wärme in Ihren Ton. Und nicht vergessen: Fünf Minuten reichen aus, um das Wichtigste zu sagen. Wirklich.

 

GLIEDERN

 

Beim Einstieg ist es wichtig, direkt die Aufmerksamkeit der Hörer einzufangen. Das geht am besten mit einem Witz oder aber einer unerwarteten Information. Das Kurze Aha-Erlebnis lässt die Gäste an Ihren Lippen hängen. Und dann? Einer der zentralen Punkte der Rede ist natürlich der Dank: An Eltern und Familie, an Trauzeugen, Freunde und überhaupt alle Gäste. Hier ist es beliebt, sich zunächst bei allen Gästen zu bedanken und dann noch einmal bestimmten Personen – in der Wichtigkeit aufsteigend – seinen Dank auszudrücken.

 

Spannender wird Ihre Rede, wenn Sie sie zwischendurch mit einem Scherz oder einer netten Anekdote auflockern. Bis Sie schließlich zum Finale kommen: Dem Dank an die Braut – einer romantischen Liebeserklärung, die berührt. Das ist gar nicht so schwer: Sagen Sie einfach, wofür Sie Ihrer Liebsten dankbar sind (z.B. dass sie Freude in Ihr Leben bringt, Sie sich gemeinsam weiterentwickeln, bei ihr einen sicheren Ort gefunden haben ...) oder geben Sie eine kleine Geschichte preis, die Ihre Beziehung charakterisiert („Damals, als wir mitten im Nirgendwo die Autopanne hatten, hat sie die Ruhe behalten....“).

 

Zum Schluss sprechen Sie einen Toast mit allen Anwesenden aus.

 

ÜBEN

 

Wenn Ihre Rede steht, dürfen Sie sie ruhig einige Male durchlesen, bis Sie Ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist. Dann machen Sie sich Stichwortzettel, mit denen Sie die Rede mehrmals laut üben. Dabei können Sie die Zeit stoppen: Bleibe ich im Rahmen? Sollte ich noch etwas streichen oder ergänzen? Außerdem hilft Ihnen das laute Üben, auch Mimik und Gestik zu berücksichtigen. So geben Sie Ihren Worten mehr Gewicht. Und nicht zuletzt: Spreche ich laut genug, dass mich alle verstehen?

 

DIE REDE HALTEN

 

Falls Sie nervös sind, halten Sie sich vor Augen, dass nichts passieren kann: Die Menschen im Raum sind Ihnen wohl gesonnen und ein kleiner Versprecher kann höchst sympathisch wirken. Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie zu sagen haben.

 

Stehen Sie auf. Und stellen Sie sich dorthin, wo jeder Sie sehen kann. Dann warten Sie, bis Sie die volle Aufmerksamkeit haben. Dazu sind Räuspern, mit Silberbesteck gegen das Glas schlagen oder ein lautes „Ich bitte um Eure Aufmerksamkeit“ erlaubt. Sprechen Sie laut, langsam und deutlich. Benutzen Sie ein Mikrofon bei größeren Feiern.

 

Und schließlich: Genießen Sie es! Heute ist ein besonderer Tag.

 

PERFEKTE SCHÖNHEIT OHNE STRESS

 

Der große Tag naht und das Brautkleid steht schon fest. So weit, so gut. Doch wie genau wollen Sie aussehen? Welche Frisur passt zum Kleid, zu Haaren und Gesicht? Welches Make-up wollen Sie tragen und wie stellen Sie sicher, dass es den ganzen Tag hält. Stylingvorbereitungen können wahnsinnig stressig sein oder wahnsinnig viel Spaß machen. Es liegt ganz bei Ihnen.

 

UND DIE FRISUR?

 

Ja, die Frisur einer Braut. Sie ist ein Gesamtkunstwerk und bringt Ihre Schönheit zusammen mit Kleid und Make-up perfekt hervor. Im Idealfall passt sie zu Gesichtsform und Haarstruktur der Glücklichen ebenso wie zum Kleid. Klassische Varianten wie der Chignon oder Dutt sind ebenso gefragt wie verspielte Frisuren im Retro-Look. Wasserwellen oder aufgetürmtes Traumhaar erinnern an die Zwanziger oder Sechziger Jahre. Aber auch romantische Flechten schmücken die Köpfe der Bräute in diesem Jahr. 

 

Unverzichtbares Accessoire der Brautfrisuren ist Haarschmuck in allen Variationen: Von zarten Blüten über kompakte Klammern bis hin zu Haarbändern aus filigranen Metallfäden ist alles erlaubt. Und ganz im Hippie-Stil bleiben Blumenkronen der Welt noch ein Weilchen erhalten. Dabei ist es kein Problem, wenn Sie nicht über eine üppige Traummähne verfügen. Denn sehr viele der Brautfrisuren täuschen Volumen mit Haarteilen oder Polstern vor. Ein erfahrener Friseur wird damit wahre Wunder vollbringen.

 

WELCHES MAKE-UP UND WIE?

 

Das Make-up an diesem Tag soll einfach perfekt sein. Schließlich sind Sie diejenige, auf die alle Augen gerichtet sind. Sie wollen wunderschön sein, also dürfen Sie sich jemanden gönnen, der das allerbeste aus Ihnen herausholen kann. Die meisten Bräute mögen ein dezentes Make-up. Wenn Kleid und Frisur aufwendig wirken, wäre ein dramatisches Make-up einfach zuviel des Guten. Wer allerdings bei Kleid und Frisur ein schlichtes oder lässiges Styling bevorzugt, darf beim Make-up ruhig Akzente setzen. Richtige Trends gibt es also in dem Sinne keine, denn die Braut bestimmt, wie sie wirken möchte. Meist geht es darum, man selbst zu bleiben, nur in noch schöner. Eine Frau, die sich im Alltag eher dezent oder sogar gar nicht schminkt, darf auch am Hochzeitstag ein natürliches Make-up tragen. Denn weniger ist mehr.

 

Eine gut gemachte (also nahezu unsichtbare) Foundation, Braun- und Rosatöne beim Augen-Make-up, ein Highlighter im Silberton unter den Augenbrauen, die Brauen betont und die Wimperntusche wasserfest, dazu noch die Lippenfarbe, die Ihrem Typ schmeichelt – voilà: ein Make-up, das Sie zum Strahlen bringt.

 

Professionelle Visagisten bieten immer auch ein Probestyling an, damit Sie herausfinden, ob Sie sich wohl fühlen. Am großen Tag verlassen Sie sich auf schweiß-, tränen,- und wasserresistente Texturen. Die machen einiges mit. Außerdem bekommen die Bräute ein paar Tipps, wie sie ihr Make-up selbst ganz einfach auffrischen können und welche Produkte sie dafür in der Tasche benötigen.

 

WORAUF SOLLTEN WIR ACHTEN?

 

Bei der Feier darf auch der restliche Raumschmuck und die Tischdekoration zu den in den Sträußen verwendeten Blumen passen. Für den richtigen Blumenschmuck sind vor allem die Größe der Tische und die sonstige Dekoration wichtig. Natürlich ist Ihnen selbst überlassen, wo Sie Blumen platzieren. Damit aber alles harmonisch wirkt, empfiehlt es sich, den kompletten Blumenschmuck von einem Floristen machen zu lassen. Wenn die Experten Erfahrungen mit Hochzeiten haben, kennen sie Ihre Bedürfnisse und wissen genau, worauf zu achten ist.

 

„Ein Paar möchte mit dem Blumenschmuck auch seine Persönlichkeit ausdrücken. Deshalb nehmen wir uns immer viel Zeit für die Beratung und arbeiten gerne kreativer“, sagt etwa Uli Hager, die Inhaberin von Blütenreich in Aachen. Sie ermutigt ihre Kunden, auch einmal ausgefalleneren Schmuck zu wählen und arbeitet am liebsten mit saisonalen Blumen. Denn auch die Jahreszeit spielt eine Rolle. Im Frühjahr sorgen Frühlingsblüher für zarte Akzente, Dahlien machen sich gut im Spätsommer und Sonnenblumen sind schön für eine Hochzeit im Herbst. Es gilt auch zu bedenken, dass manche Blumen außerhalb der Saison sehr teuer oder gar nicht erhältlich sind.

 

WELCHE BLUMEN SIND BELIEBT?

Callas

 

Callas sind wunderschön und edel – und kosten auch entsprechend. Sie eignen sich ideal für Blumensträuße und Dekoration. Callas sind in Deutschland im Frühling und Sommer zu kaufen. Die Blumen, die urspünglich aus Afrika stammen, sind besonders gefragt in Violett oder Creme

 

Chrysanthemen

 

Chrysanthemen werden auch GoldBlüte genannt und stammen ursprünglich aus China. Sie duften nicht, aber stehen für Wahrheit und ein langes Leben. Sie sind günstig zu bekommen und das ganze Jahr verfügbar in Rot-, Gelb- und Weißtönen. Und pssst: An einen Cut-away gehört immer eine weiße Chrysantheme!

 

Gerberas

 

Sie symbolisieren Fröhlichkeit und Sommer. Von April bis September sind die Schönheiten verfügbar und auch wunderbar für Blumensträuße und Dekoration geeignet. Sie duften nicht, also können sie ruhig großzügig eingesetzt werden. Ein weiteres Plus: Sie kosten nicht so viel.

 

Hortensien

 

Diese Blumen stehen im Allgemeinen für Verständnis, erinnern aber auch an schöne Urlaube. Sie sind in verschiedenen Farben und Farbverläufen von weiß über rosa und violett bis blau zu haben. In Blumensträußen oder bei der Deko machen sie eine gute Figur. Im Frühling und am Sommeranfang bekommen Sie die geruchsneutralen Blumen für einen mittleren bis etwas höheren Preis.

 

Orchidee

 

Die Orchidee - die Königin der Blumen. Für sie muss man etwas tiefer in die Tasche greifen, aber das lohnt sich wirklich. Die majestätischen Blumen reifen das ganze Jahr und eignen sich für Sträuße und Dekoration. Weil sie nicht duften, können sie auch in der Nähe des Essens platziert werden. Orchideen drücken Liebe und Schönheit aus

 

Oster-Lilien

 

Die majestätischen Blumen stehen für Wahrheit und Ehre. Sie sind recht teuer, aber auch sehr beeindruckend. Ihr schöner Duft verzaubert. Oster-Lilien sind nur im Sommer hier zu kaufen, sonst muss Importware herhalten

 

Pfingstrosen

 

Sie duften nur wenig, sehen aber umso schöner aus: Pfingstrosen versprechen Heilung und haben im Spätfrühling (daher der Name) Saison. Die Blumen befinden sich im mittleren Preissegment und können gut für Sträuße und Dekoration verwendet werden.

 

Tulpen

 

Auch Tulpen stehen für Liebe und Zuneigung – und für das Frühlingserwachen. Auch sie eig nen sich für jede Form des Blumenschmucks und dürfen, weil sie nicht riechen, auch in großer Menge verwendet werden. Tulpen sind im Spätfrühling fertig und sind meist nicht allzu teuer. Das Gute an diesen Blumen: Sie sind in einer Vielzahl von Farben erhältlich, von weiß und über pink, rot und gelb bis pfirsich oder blau.

 

Rosen

 

Der Klassiker. Keine andere Blume steht so sehr für Liebe und Schönheit. Rosen eignen sich für alles – vom Brautstrauß bis zur Tischdekoration. Ihr Duft ist dezent bis stark wohlriechend, je nach Menge der Blumen. Sie sind das ganze Jahr zu haben, wobei die Preise sehr variieren können. Die beliebtesten Sorten auf Hochzeiten sind Teerosen, Beetrosen und Gartenrosen.

 

DIE RICHTIGE HOCHZEITSMUSIK

 

Sie wollen die Liebe spüren, Gäste vor Rührung weinen sehen und wenn die Lichter angehen, Ekstase auf der Tanzfläche erleben. Sie wollen den besten Menschen der Welt feiern und Sie wollen vor Glück überschäumen. Das ist doch, worum es an diesem Tag geht. Um das perfekte Ambiente für Freudentränen, innige Umarmungen und eine rauschende Feier zu schaffen, kann gar nicht genug betont werden, wie wichtig die Musik ist.

 

Dabei ist es erst einmal egal, ob Sie auf David Guetta, die Beatles oder Rage against the Machine stehen. Denn das ist Ihr großer Tag und zuallererst soll Ihnen die Musik ins Herz gehen. Sicher gibt es dieses eine Lied, zu dem Sie das erste Mal getanzt oder sich geküsst haben. Oder eines, das immer im Radio lief, als Sie hoffnungslos in Ihren Partner verliebt waren?

 

Und selbst, wenn nicht: Liebe ist das beliebteste Thema der Musik seit Anbeginn aller Zeiten. Sie werden mit Sicherheit das Richtige finden. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit zu zweit, setzen Sie sich vor Ihre CD-Sammlung, mit Spotify oder Youtube hin und schwelgen Sie ein bisschen. So finden Sie nicht nur die perfekte Musik, sondern genießen auch romantische Momente mit Ihrem Ehepartner in spe.

 

Das der Einladung beigelegte Hochzeits-ABC könnte etwa so aussehen. Doch Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und Ihre Gäste werden sich über ein Augenzwinkern freuen. Lockern Sie das Ganze ein wenig auf, wenn Sie mögen:

 

Bei der Trauung

 

Klassisch und international ist Mendelssohns Hochzeitsmarsch. Wenn Sie diese Akkorde schon immer in Ihrem Kopf hatten, sobald Sie an Heirat gedacht haben, wäre der Tag ohne dieses Stück nicht komplett. Auch das Brautlied aus Wagners Lohengrin ist ein Titel, mit dem Sie nichts falsch machen können. Doch scheuen Sie sich nicht, Ihre Ideen einzubringen. Natürlich müssen Pfarrer und Geldbeutel damit einverstanden sein. Und trotzdem, seien Sie kreativ: wenn Sie die Augen schließen, schmettert dann eine Hochzeitssängerin „Hallelujah“ im Original von Leonard Cohen? Singt ein Chor „Oh happy day“? Oder hört man von Xavier Naidoo „Ich kenne nichts (was so schön ist wie du)“?

 

Beim Essen

 

Musik beim Essen ist wunderbar. Vor allem dann, wenn sie gerade so laut ist, dass sie einen angenehmen Klangteppich im Hintergrund schafft. Sie und Ihre Gäste möchten sich in Ruhe unterhalten, deshalb ist die richtige Lautstärke sehr wichtig. Und auch die Musik selbst sollte so ausgewählt sein, dass sie nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Schön dafür sind zum Beispiel ruhige Motown Songs, Singer/Songwriter, sanfter Jazz, entspannte Chillout- oder Loungemusik.

 

Darf ich bitten?

 

Eines der romantischsten Highlights der Feier ist ganz klar der Hochzeitstanz. Hier ist Ihre Intuition gefragt: Haben Sie Lust auf einen Wiener Walzer zu Bachs „An der schönen blauen Donau“? Wollen Sie sich beim langsamen Walzer zu Hildegard Knef oder Jackie de Shannon aneinanderschmiegen? Oder performen Sie eine witzige Hiphop-Choreografie mit Ihrem Liebsten? Alles ist erlaubt, denn Sie machen heute die Regeln. Hauptsache, Sie haben Spaß.

 

Für die Party

 

Das Essen ist verdaut, die Lichter gehen aus und die Partybeleuchtung wird angemacht. Der DJ greift jetzt nachhaltig ins Geschehen ein. Das oberste Ziel lautet: Möglichst viele Gäste auf die Tanzfläche zu locken. Kein Kinderspiel, denn Sie wollen Ihre 14-jährige Cousine ebenso mit ins Boot holen wie die 75-jährige Omi. Deshalb ist Vielfalt angesagt und eine gute Auswahl an Dance Classics, zu denen einfach niemand still sitzen kann. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, einen Fachmann an die Sache zu lassen.

 

Ein guter DJ setzt sich vorher mit Ihnen zusammen und bespricht, wie Sie mit Ihrem individuellen Geschmack die richtige Stimmung schaffen. Dabei hat er von Pharell Williams bis Frank Sinatra alles im Repertoire, was tanzbar ist. Und er kann spontan auf die aktuelle Atmosphäre im Raum eingehen. Er dreht auf, wenn die Stimmung langsam brodelt und findet genau den richtigen Augenblick für romantische Akzente.

 

Dann irgendwann ist es soweit: Die Musik trägt Sie. Sie sehen die bunten Lichter und die Augen Ihrer Lieblingsmenschen strahlen. Und Sie wünschen, dass dieser Moment niemals endet.